Informationen zu:
ISF - Kit
Therapie mit modifizierten Körperflüssigkeiten

Therapie mit Auto-Nosoden
ISF
Therapie mit modifizierten Körperflüssigkeiten

1.       Das klassische Verfahren
1.1.    Entwicklung

1.2.    Grundelemente ganzheitlicher Therapie
1.2.1. Die Stoff-Mangel-Ebene
1.2.2. Die feinstoffliche Ebene
1.2.3. Die nichtstoffliche Ebene

1.3.    Therapie mit modifiziertenKörperflüssigkeiten:
         Antigenveränderung durch Adjuvantien
1.3.1. Adjuvantien
1.3.2. Orale oder parenterale Applikation?

1.4.    Die Zubereitung modifizierter Körperflüssigkeiten am Beispiel einer
         Eigenblutbehandlung
1.4.1. Spezielle Anleitung zur Durchführung der Verdünnungsschritte
         nach dem ASAN-Verfahren
1.4.2. Dosierungsempfehlung nach dem klassischen ASAN-Verfahren
1.4.3. Das etwas andere Prinzip
1.4.4. Besondere Praxis-Tips

ISF - Immunological Switch Function - die Therapie mit modifizierten Körperflüssigkeiten

1. Das klassische Verfahren

Die Möglichkeit mit körpereigenem, krankheitsbezogenem Material zu therapieren geht schon auf Erfahrungen vor 2000 v. Chr. Zurück. Schon zu allen Zeiten der sich anbahnenden Zivilisation kannte man diese Art der Heilung. Erst durch die moderne Impfstofftechnik - vor allem der oralen Form - dieses Jahrhunderts wurde die althergebrachte Form der isopathischen Therapie revolutioniert. Hunderttausende von einzelnen Therapien mit modifizierten Körperflüssigkeiten zeugen heute vom Erfolg dieser naturheilkundlich ausgerichteten Behandlungsmethode. Eine der Basismethoden stellt heute die Anwendung mit den Mentop ISF-Kits dar, einem Verfahren, dem viele Allergiker ein beschwerdefreies Leben verdanken.


1.1. Entwicklung

Im Jahr 1985 wurde - aus Tätigkeiten eines Apothekenlabors heraus - Mentop gegründet. Aufgabenstellung war und ist es, naturheilkundliche Verfahrenstechniken zu entwickeln und für die tägliche Praxis nutzbar zu machen. Der Arbeitsschwerpunkt liegt auf der Immunologie und Toxikologie.
Eine der ersten Arbeiten führte zur Entwicklung eines Verfahrens für eine modifizierte Eigenbluttherapie in der Praxis: dem sog. "ASAN-Verfahren" (=Auto-Sanguis-Adsorbat-Nosode), durchgeführt mit speziellen Kits, ausgerichtet auf die naturheilkundlich orientierte Praxis. Das Besondere an diesem Kits ist das sog. Adsorbat-Verfahren, eine Technologie, die auf Methoden aus der Impfstoffherstellung baisert, kobmbiniert mit einer homöoapthischen Herstellungsweise. Darüberhinaus zeichnen sich die Kits durch seine schnelle Verfügbarkeit aus. Die Erfolge in der täglichen Praxis gaben dieser neuen Idee recht. Die ständige Zunahme von Erkrankungen, deren Ursache in einer Störung des Immunsystems liegt, ließen die Nachfrage nach diesem Verfahren, daß sowohl mit Eigenblut als auch mit Sputum oder Urin durchführbar ist, ständig steigen.

Das zweite große Betätigungsfeld von Mentop sind Auto-Nosoden. Die Bedeutung der Auto-Nosoden hat in den letzten Jahren ebenfalls ständig zugenommen. Die immer häufiger werdenden spezifischen immunologischen Erkrankungen verlangen nach spezifischen Mitteln - eben den Auto-Nosoden. Darüberhinaus beschäftigt sich Mentop mit unterstützenden orthomolekularen Therapien. Besonders Radikalfänger wie Glutathion und Detoxifikationstherapien im Zusammenhang mit Mykosen, degenerativen entzündlichen Prozessen und cancerogenem Geschehen runden das Arbeitssprektrum ab.


1.2. Grundelemente ganzheitlicher Therapie

Naturheilkundliche Therapien, die immunologische Prozesse betreffen, müssen mindestens drei Therapieebenen berücksichtigen:
Die Stoff-Mangel-Ebene
Orthomolekular-Immunologie
Orthomolekulare Substitution

Die feinstoffliche Ebene
Immunologie / Toxikologie

Die nichtstoffliche Ebene
Matrix- oder Grundregulation


1.2.1. Die Stoff-Mangel-Ebene

Eine spezifische oder unspezifische Reiztherapie kann nur dann wirken und ist somit nur sinnvoll, wenn der Organsimus noch in der Lage ist, den spezifisch gesetzen Reiz auch spezifisch zu beantworten. Das setzt das Vorhandensein eines intakten biochemischen Terrains voraus. Häufig ist dieses biochemische Terrain durch Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen geschwächt. Liegt ein Mangel an bestimmten Stoffen vor, die normalerweise in einem gesunden Organismus ausreichend vorhanden sind (orthomolekulare Substanzen), so ist dieser unbedingt zuerst zu beheben. Vernachlässigt man diesen therapeutischen Aspekt in der Praxis, so erweisen sich die meisten Immunstörungen als therapieresistent. Orthomolekulare Substanzen (Aminosäuren, Fettsäuren, Mineralstoffe, Spuren-elemente, Vitamine, etc.) sind häufig essentiell für Enzyme, die an Immun- und Entgiftungsprozessen beteiligt sind. Leider wird dieser so entscheidende Punkt häufig übersehen; "Therapieversager" sind die Folge. Dieses Auffüllen von defizitären Speichern ist die Aufgabe der orthomolekularen Medizin, insbesondere der Orthomolekular-Immunlogie. Eine qualifizierte Laboranalytik vorausgesetzt, können die Mangelzustände in der Regel ohne Probleme behoben werden.

1.2.2. Die feinstoffliche Ebene

Die feinstoffliche oder Immunebene ist u.a. der Wirkungsbereich der Homöopathie. Damit ist die Homöopathie im weitesten Sinne und nicht nur die streng klassische Homöopathie gemeint. Die feinstoffliche Ebene ist somit Angriffspunkt der Therapie mit modifizierten Körperflüsigkeiten und der Auto-Nosoden. Bekannt geworden ist diese Ebene auch als der sog. "Pischinger Raum", der Bereich also, in dem die wesentlichen biochemischen Abläufe der Grundregulation stattfinden. Die Regulationsmechanismen, die nicht stofflicher Natur sind haben auch hier ihren Wirkort.

1.2.3. Die nichtstoffliche Ebene

Eine definitive Löschung pathogener Informationen erfolgt - falls auf den vorherigen Ebenen noch nicht geschehen - auf der Matrix- oder Grundregulationsebene. Hierbei kommen die höheren Potenzen z. B. der Auto-Nosoden zur Geltung.
1.3. Therapie mit modifiziertenKörperflüssigkeiten:
Antigenveränderung durch Adjuvantien

Die Krankheitsbilder, die im weitesten Sinne mit einem gestörten Immunsystem einhergehen (z.B. Rheuma, Allergien, Neurodermitits, Dermatosen, Entgleisungen der Darmökologie etc.) nehmen in der täglichen Praxis einen großen Platz ein. Entsprechend ist die therapeutische Stimulierung, Regulierung und Stärkung des Abwehrsystems das Ziel des naturheilkundlichen Therapeuten. Die Therapie mit modifizierten Körperflüssigkeiten spielt hierbei eine maßgebliche Rolle in der Praxis. Zur Anwendung kommt zumeist Eigenblut, aber auch Eigenurin, Sputum oder andere Körperflüssigkeiten. Während die konventionelle Eigenblutbehandlung zumeist per Injektion erfolgt und damit eine Reihe unspezifischer Reaktionen des angeborenen (unspezifischen) Immunsystems, z.B. Makrophagenaktivierung, auslöst, bleibt sie ohne Wirkung auf das erworbene (spezifische) Immunsystem (B- und T-Zellen). Doch gerade in diesem Bereich sind die immunologisch bedingten Erkrankungen ansprechbar. Mit einer Antigenveränderung, wie sie durch ein Adsorbatverfahren erfolgt, wird auch das spezifische Immunsystem erreicht.

1.3.1. Adjuvantien

Mittels eines Hilfsstoffes (Adjuvans oder Reaktionsmittel) kann ein Antigen in seiner räumlichen Struktur geringfügig verändert werden.
Durch die Adsorption des Antigens an einen Träger wie z.B. Aluminiumhydroxid-Silikat-Citrat-Gemischen kann darüberhinaus die Kontaktmöglichkeit der Antigene mit Oberflächenstrukturen von Lymphocyten (Antigenpräsentierende Zellen) verbessert werden. Dies führt zu einer effizienteren Antikörperantwort als ohne Adjuvans. Das Adsorbatmittel verursacht eine sofortige Hämolyse und schafft dadurch die Voraussetzung für eine schnelle Bindung der im Patientenblut (o. ä.) befindlichen krankhaften Komponenten an das Reaktionsmittel. Diese Bindung bewirkt eine Oberflächenveränderung dieser Komponenten. Unter Umständen kann die Antigen-Adjuvans-Kopplung die Abwehrantwort vollkommen verändern. So kann mit diesem einfachen Hilfsmittel die Toleranz gegenüber vielen Selbst-Antigenen durchbrochen werden (ROITT et al., 1982). Verschiedenste Noxen, die sich z. B. im Blut befinden, und auf die der Abwehrapparat falsch oder gar nicht reagiert, können durch die Strukturveränderung nunmehr eine veränderte Abwehrantwort hervorrufen. Die Immunantwort auf Antigene, die eine überschießende Abwehrreaktion hervorrufen, wird in neue Bahnen gelenkt - umgeschaltet: Stichwort "Switch-over-Effekt". Im Falle der allergischen Reaktion vom Sofort-Typ wird anstelle des Immunglobulins E, welches für schnelle und heftige allergische Reaktionen verantwortlich ist, vermehrt Immungobulin G produziert. Dieses wird in diesem Zusammenhang auch als "blockierender Antikörper" bezeichnet, da es beim erneuten Antigenkontakt durch feste Bindung des Antigens die Reaktion desselben mit IgE verhindert. Dadurch wird die Abwehrreaktion in andere Bahnen gelenkt. Krankheitseregende Substanzen, die z. B. von Autoimmunprozessen herrühren und vorher vom Körper unbeachtet blieben, werden nun auf der immunologischen Ebene erkannt und eliminiert. Die Therapie mit modifizierten Körperflüssigkeiten (z. B. Eigenblut, Urin oder Sputum) ist als Nachhilfeunterricht für das Immunsystem als Immun-Training zu verstehen. Es ist wie im Sport: Nur wer seine Schwächen kennt und sein Training gezielt auf sie abstimmt, wird letztendlich zum Erfolg kommen.
Die Adjuvantien bzw. Reaktionsmittel lösen im Körper keine Reaktion des Immunsystems aus, d. h. sie verhalten sich immunologisch neutral.

1.3.2. Orale oder parenterale Applikation?

Die herkömmliche Eigenbluttherapie wird parenteral, d. h. per Injektion verabreicht. Parenteral, d.h. den Verdauungstrakt und damit das Immunorgan Darm/Darmschleimhaut umgehend. Erkennt man den Darm jedoch als den Ort, an dem die Mehrzahl aller Antigenkontakte (Nahrungsmittel, Umweltgifte, Erreger etc.) stattfinden und immunologisch beantwortet werden, so ist ersichtlich, weshalb eine erfolgreiche Immuntherapie nur auf oralem Wege, d.h. über die Darmschleimhaut erfolgen kann. Aus immunologischer und darmökologischer Sicht spielen drei wichtige Faktoren für die Entwicklung und Unterhaltung chronischer Erkrankungen eine vorstechende Rolle.

- Das Zusammenspiel der Darmflora mit den Zellen der Darmschleimhaut. Die physiologischen Darmbakterien stimulieren Plasmazellen der Schleimhautmucosa zur Produktion von sekretorischem Immunglobulin A. Somit wird eine erste Abwehrbarriere für Fremdkörper und -substanzen gebildet.

- Die M-Zellen sind spezielle Zellen der Darmschleimhaut mit einer eingestülpten Oberfläche. Sie filtern aus dem großen Angebot an Antigenen eine Auswahl heraus und führen diese dann den Lymphocyten der Peyerschen Plaques zu.

- Die Peyerschen Plaques sind ein System aus lymphatischen und nicht lymphatischen Zellen, welche in der Darmwand lokalisiert sind und in die Schleimhautmucosa hineinreichen. Hier findet die Unterscheidung zwischen potentiell pathogenen und nicht pathogenen Antigenen statt. Diese Einstufung ist dann für die gesamte Immunreaktion entscheidend. Die Peyerschen Plaques sind auch der Ort der Induktion der IgA-Produktion. Die B-Lymphocyten erhalten hier ihren Auftrag zu IgA-Produktion ("switching"). Bevor sie jedoch zur IgA-produzierenden Plasmazelle reifen wandern sie über den Ductus thoracicus in die Blutbahn und gelangen so an alle Schleimhäute (u. a. Bronchialsystem, Darmschleimhaut). Im Bereich der Peyerschen Plaques werden T-Helferzellen aktiviert, die einen besonderen regulierenden Einfluß auf die Immunreaktion haben. Sie lenken die Immunreaktion in gemäßigte Bahnen, indem sie die Bildung sogenannter "blockierender Antikörper" forcieren. Die orale Antigenaufnahme simuliert am ehesten den natürlichen Vorgang des Antigenkontaktes. Die Antigene gelangen nicht unkontrolliert in die Blutbahn, wie dies bei einer parenteralen Applikation geschieht, sondern sie durchlaufen die übliche Reaktionskaskade des Immunsystems. Eine Immunmodulation sollte daher über diese Strukturen führen. Durch modifiziertes, oral eingenommenes Eigenblut in bestimmten Verdünnungsstufen werden dem darmassoziierten Immunsystem die Antigene mit veränderter Oberflächenstruktur präsentiert. Dadurch besteht die Möglichkeit, die Immunreaktion auf diese Antigene zu modulieren. Das komplexe Abwehrsystem, das Immunorgan Darm steht an vorderster Stelle der Immunabwehr des gesamten Organismus und darf daher bei einer immunmodulierenden Therapie auf der feinstofflichen Ebene nicht umgangen werden. (Nähere Ausführungen siehe "Die Pilzinvasion" von Dr. Dirk Kuhlmann, Bio-Medoc Verlag).

1.4. Die Zubereitung modifizierter Körperflüssigkeiten am Beispiel einer Eigenblutbehandlung

Die Anforderungen, die die Praxis an ein Eigenblutsystem stellt, sind schnell genannt. Es muß zügig und problemlos herstellbar sein. Die sofortige Verfügbarkeit bei akuten Allergien muß gewährleistet sein. Die mentop-Kits
(1Fläschchen mit Reaktionsmittelsuspension, und mehrere Fläschchen mit Verdünnungslösung, im Regelfall 9) können problemlos längere Zeit gelagert werden und sind somit im akuten Fall sofort zur Hand. Die Zubereitung modifizierter Körperflüssigkeiten nach dem ASAN-Verfahren ist damit denkbar einfach.


1.4.1. Spezielle Anleitung zur Durchführung der Verdünnungsschritte nach dem ASAN-Verfahren

* 1. Schritt
Man gibt 2ml einer Körperflüssigkeit (z. b. 2ml venöses Blut, Speichel oder Urin) in ein Fläschchen mit 10ml einer Suspension aus Ethanol-Glycerol-Wasser-Mischung und einem geeigneten Reaktionsmittel.
Schütteln Sie nun das Fläschchen mindestens 10 mal kräftig um und lassen es dann ca. 15 Minuten stehen.

ACHTUNG bei Verwendung von Blut! Bei Kleinkindern genügen 1-2 Tropfen Kapillarblut aus der Fingerbeere oder dem Ohrläppchen. Genaues Verfahren bitte erfragen!


**2. Schritt
Nach nochmaligem Umschütteln gibt man 15 (!) Tropfen aus dem 1. Fläschchen in ein zweites Fläschchen, welches mit 10ml Ethanol-Glycerol-Wasser-Mischung gefüllt ist. Mindestens 10 mal kräftig umschütteln - Sie erhalten die Stufe C1. Bitte kennzeichnen Sie entsprechend!

***3. Schritt
Nun schraubt man das nächste Fläschchen mit 10ml Ethanol-Glycerin-Wasser-Mischung auf und gibt diesmal 3 (!) Tropfen aus der Stufe 1 hinzu. Mindestens 10 mal kräftig umschütteln. Sie erhalten die Stufe C2. Bitte kennzeichnen Sie entsprechend!

****4. - 10. Schritt
Sie fahren nun annalog zu Schritt 3 mit jeweils 3 Tropfen fort bis zur Stufe C9. Nehmen Sie bitte jeweils die entsprechende Kennzeichnung der Fläschchen mit Stufe C3, C4, C5, C6, C7, C8 und C9 vor..

Nach dem klassischen ASAN-Verfahren kommen lediglich die Stufen C5, C6, C7, C8 und C9 zur Anwendung.

1.4.2. Dosierungsempfehlung nach dem klassischen ASAN-Verfahren

Spezielle Einnahmeempfehlungen des Therapeuten sind unbedingt zu beachten.

Stufe 9: 3 x täglich 15 Tropfen Flasche aufbrauchen, danach
Stufe 8: 2 x täglich 15 Tropfen Flasche aufbrauchen, danach
Stufe 7: 2 x täglich 10 Tropfen Flasche aufbrauchen, danach
Stufe 6: 2 x täglich   5 Tropfen Flasche aufbrauchen, danach
Stufe 5: 1 x täglich   5 Tropfen Flasche aufbrauchen

Die Einnahme erfolgt jeweils vor dem Essen unverdünnt oder mit etwas Wasser.

Der Therapeut kann jedoch die Dosierung individuell variieren, um die Einnahmedauer zu verlängern oder zu verkürzen bzw. um auf eventuell auftretende Erstverschlimmerungen zu reagieren. Die Dosierungsempfehlung kann prinzipiell auch auf die Anwendung bei Kindern übertragen werden. Im Bedarfsfall kann die Einzeldosis jedoch auch herabgesetzt werden.

Zusammenfassung:

Unabdingbare Voraussetzung einer vernünftigen Immunmodulation mit Eigenblut ist die Verwendung von frischem Vollblut!

Die aktuelle immunologische und toxikologische Lage des Patienten kann nur mit einem sofort verfügbaren System erfaßt werden.

Die orale Applikation von Nosoden scheint nach den Kenntnissen über das darmassoziierte Immunsystem - speziell der M-Zelle - sinnvoller zu sein als die parenterale, zumal eine Verwendung von Phenolen oder anderen Konservierungs-stoffen nicht erforderlich ist.

Eine Eigenbluttherapie sollte einen gewissen finanziellen Rahmen nicht übersteigen, und sofort und leicht durchführbar sein.

1.4.3. Das etwas andere Prinzip

Entgegen der herkömmlichen Eigenbluttherapie, die analog dem homöopathischen Prinzip mit der niedrigsten Potenz beginnt, verhält es sich bei der Therapie mit modifizierten Körperflüssigkeiten nach dem ASAN-Verfahren genau anders herum. Da die krankheitserregenden Strukturen im Blut durch das Adsorbatmittel verändert werden, wird das Immunsystem zu einer neuen Immunantwort, d.h. der Produktion neuer Antikörper, angeregt. Wird die Therapie mit der tiefsten Stufe - der Stufe 5 - begonnen, so wäre die Immunantwort zu stark. Es käme zu einer starken Erstverschlimmerung. Deshalb wird bei dieser Therapie mit der höheren Potenz begonnen, das Immunsystem langsam an die "neuen Verhältnisse" gewöhnt - es wird trainiert. Die Anwendung der Stufen 9 - 5 reichen in den meisten Fällen völlig aus, um eine Umstimmung der Immunitätslage zu erzielen. Es gibt jedoch Fälle mit so schweren Immundefekten, daß schon bei der normalen Therapie ab Stufe 9 starke Erstverschlimmerungen auftreten. Dann ist es empfehlenswert zunächst durch eine Herabsetzung der Tagesdosis diese Reaktion zu vermeiden. Sollte diese Maßnahme nicht ausreichen, wird eine
Weiterpotenzierung bis zur Stufe 12 empfohlen.


1.4.4. Besondere Praxis-Tips

1. Verwendung von venösem Blut nicht möglich?

Häufig ist es nicht möglich, mit venösem Blut zu arbeiten. Bei Kindern reicht es deshalb schon, einige Tropfen Blut aus der Fingerbeere oder dem Ohrläppchen zu entnehmen. Dann wird wie folgt verfahren:

- ca. 0,5 ml Reaktionsmittelsuspension in eine 2ml Spritze aufziehen
- Fingerbeere oder Ohrläppchen anstechen
- 2 -3 Blutstropfen mit der Spritze abziehen
- Spritze mit Aktivatormischung auf 1ml auffüllen
- Reaktionszeit von 15 min. abwarten
- direkt aus der Spritze 15 Tr. in das 2. Fläschchen zur Bereitung der Stufe 1
- weiter wie gewohnt

In besonderen Fällen können statt des Blutes auch 2ml Sputum oder Urin verwendet werden.

2. Direkte Zumischung von Allergenen

Ist das auslösende Allergen bekannt, so kann man Spuren hiervon direkt zu dem Reaktionsmittel und dem Blut in das erste Fläschchen geben. Man erreicht dadurch eine stärkere Desensibilisierung gegenüber diesem speziellen Allergen. Dieser Vorgang wird in der Praxis sicherlich die Ausnahme
darstellen, er soll hier jedoch der Vollständigkeit halber erwähnt werden. In der Regel ist das Allergen nicht exakt bestimmbar, weswegen bisherige "normale Desensibilisierungen" oft versagen. In den meisten Fällen handelt es sich um Allergien gegen Allergene unterschiedlichster Muster. Die Therapie mit modifizierten Körperflüssigkeiten entwickelt gerade hier ihre Stärke, da z. B. bei der Verwendung von Eigenblut alle im Blut befindlichen Allergene erfaßt werden.
Falls Spuren des Allergens in das Reaktionsgefäß gegeben werden, so muß (!) die Reaktionszeit vor der Durchführung der Verdünnungsstufen sicherheitshalber auf 2 - 4 Stunden verlängert werden.
3. Zumischung von Homöopathika

Die Flaschen sind nur zur Hälfte gefüllt, einerseits, um das korrekte Potenzieren zu ermöglichen, andererseits um den Zusatz weiterer homöpathischer Arzneimittel nach erfolgter Potenzierung zu erlauben. Diese Methode erspart dem Patienten die Einnahme verschiedener Mittel und erhöht somit deutlich die Compliance.

Die Möglichkeiten einer Therapie mit modifizierten Körperflüssigkeiten

Eine Therapie mit modifizierten Körperflüssigkeiten ist bei allen hyperergisch-allergischen und immunpathologischen Krankheiten angezeigt, z. B.:

Heuschnupfen (allerg. Rhinitis, Pollinose)
Asthma bronchiale
chronische Sinusitis
Urticaria
Umwelt- und Nahrungsmittelallergien
Neurodermitis
Psoriasis
Morbus Crohn, Colitis ulcerosa
rheumatischer Formenkreis
u.a.m.

Zusammenfassung:

Das ASAN-Verfahren kann bei allen immunologischen Erkrankungen eingesetzt werden: bei Allergien, Intoxikationen, Autoimmunprozessen.

Die Therapie mit modifizierten Körperflüssigkeiten ist die individuelle Anpassung an jede Indikation und an den Patienten.

Therapie mit Auto-Nosoden

Nosodentherapie und Isotherapie sowie Autovaccinierung fallen begrifflich zusammen. Auto-Nosoden sind solche Nosoden, für die das Ausgangsmaterial von einem bestimmten Patienten gewonnen und nur an diesem selbst angewendet wird.
Uralt ist der Gedanke, Krankheitserreger als Heilmittel zu verwenden. Schon Hippokrates sagt in seiner Abhandlung über die Körperteile des Menschen: Vomitus vomitu curatur (Übles werde mit Üblem geheilt). Im alten China wurden Blatternsekrete getrocknet und zur Vorbeugung aufgeschnupft. Jenners Pockenimpfung 1798 beruht auf demselben Gedanken.

Die eigentliche Behandlung mit Nosoden begann 1820 durch den Tierarzt Wilhelm Lux aus Oppeln in der Veterinärmedizin. 1831 wandte C. Hering die Nosoden im Sinne von homöopathischen Similes an, die dann zuerst im angelsächsischen Bereich Verbreitung fanden.
Nosoden und Auto-Nosoden können bei allen Erkrankungen hergestellt werden, bei denen gestörte immunologische oder autoaggressive Prozesse vorliegen. Die Wirkung der Auto-Nosode wird als die eines Katalysators angesehen, welcher einen reaktionschwachen Organismus aktivieren und seine Abwehrkräfte mobilisieren, unter Umständen geradezu anpeitschen, kann.

Handelt es sich um Zubereitungen aus Keimen, so können die niedrigen Potenzen (Verdünnungen: D4 bis ca. D10) als direkte, patientenspezifische Stimulantien angesehen werden. Auto-Nosoden-Therapie und Therapie mit Auto-Vaccinen unterscheiden sich hier nicht.

Der Erfolg (und ebenso die Dosierung) hängt in diesem Sinne von der Reaktionsfähigkeit des behandelten Patienten ab. Doch zeigt der Einsatz von Auto-Nosoden sehr oft noch günstige Wirkung, wo andere Mittel bereits versagt haben. In diesen Fällen ermöglicht erst die Auto-Nosode eine Aufhebung von Blockaden und damit den Beginn einer funktionierenden Therapie.
Im Gegensatz zur "Normal"-Nosode enthalten die Auto-Nosoden außer den Krankheitskeimen auch noch die Stoffwechselprodukte aus dem individuellen Krankheitsgeschehen. Die Herstellung sollte deshalb möglichst aus den Produkten des betreffenden Kranken selber erfolgen. Sie ist im Allgemeinen erheblich aufwendiger als die Herstellung von Hetero- Nosoden, aber dafür häufig erfolgreicher.

Die Hetero- bzw. "Normal"-Nosoden werden von Krankheitsprodukten fremder Personen/Tieren gewonnen und vielfach industriell vertrieben. Sie kommen vor allem dort zur Anwendung, wo die Zeit zur Herstellung einer Auto-Nosode nicht reicht (ca. 1 Woche bis 10 Tage müssen veranschlagt werden) oder sonstige Gegengründe vorliegen.

Der Einsatz von Auto-Nosoden eröffnet neue Möglichkeiten bei der Therapie von Entgleisungen immunologischer Geschehen besonders im Falle chronischer und degenerativer Erkrankungen.

Ausgangsmaterialien zur Herstellung einer Auto-Nosode können auch direkt zu Mentop geschickt werden. Im Regelfall werden sie jedoch im Rahmen einer mikrobiologischen bzw. mykologischen Untersuchung gewonnen. Das untersuchende Labor entnimmt dann z. B. eine repräsentative Probe der angezüchteten Kulturen, welche dann als Ausgangsmaterial verwendet wird.

Die Auto-Nosode in D4 wird weiter unten gesondert betrachtet.

Die Herstellung der Auto-Nosoden erfolgt nach dem Homöopathischen Arzneibuch (HAB). Dabei haben sich einige Potenzen (Verdünnungen) herauskristallisiert, deren Verwendung in Potenzreihen empfehlenswert ist. Die Auto-Nosoden-Reihe mit den Potenzen D6, D8, D12, D20 und D30 erfaßt sowohl die feinstoffliche als auch die nichtstoffliche Ebene (D12, D20, D30) während die Reihe D6, D7, D8, D9 und D10 eine massive Therapie in der feinstofflichen Ebene ermöglicht. Die Potenzreiche D6 - D30 kommt eher bei längerfristigen, chronischen Erkrankungen bzw. Belastungen zur Anwendung, während die Potenzen D6-D10 bei akuten Erkrankungen bzw. Belastungen den Vorzug erhalten.


Nach langjährigem Einsatz in der Praxis haben sich für die Therapie mit Auto-Nosoden als Katalysatoren bei einer Umstimmungstherapie Dosierungsschemata herauskristallisiert, die als Grundlage für die tägliche Praxis dienen können. Je nach Reaktivität des Organismus des einzelnen Patienten muß ggf. eine individuelle Dosierung festgelegt. werden.

  D6; 3 x täglich 15 Tr. vor dem Essen; Flasche aufbrauchen, dann
  D8; 3 x täglich 10 Tr. vor dem Essen; Flasche aufbrauchen, dann
D12; 2 x täglich 10 Tr. vor dem Essen; Flasche aufbrauchen, dann
D20; 2 x täglich   5 Tr. vor dem Essen; Flasche aufbrauchen, dann
D30; 1 x täglich   5 Tr. vor dem Essen; Flasche aufbrauchen


  D6; 3 x täglich 15 Tr. vor dem Essen; Flasche aufbrauchen, dann
  D7; 3 x täglich 15 Tr. vor dem Essen; Flasche aufbrauchen, dann
  D8; 3 x täglich 10 Tr. vor dem Essen; Flasche aufbrauchen, dann
  D9; 3 x täglich 10 Tr. vor dem Essen; Flasche aufbrauchen, dann
D10; 3 x täglich 10 Tr. vor dem Essen; Flasche aufbrauchen


Die orale Therapie mit der Auto-Nosode ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer ganzheitlichen immunologischen Therapie, gerade bei rezidivierenden Infekten. Die Auto-Nosoden-Therapie, auch des öfteren als "homöopathische Vaccinierung" bezeichnet, ist schon seit vielen Jahren ein festes Standbein der naturheilkundlichen Praxis. Dabei haben sich besonders die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten und die stets individuelle Therapie als herausragende Merkmale dieser Therapieform erwiesen. Die Auto-Nosoden-Therapie ist mit den Anforderungen der modernen Praxis gewachsen. Besonders in der Behandlung vieler Krankheitsbilder der heutigen Zeit werden durch Auto-Nosoden Detox- und Immunmodulations-Reaktionen ausgelöst und damit eine erfolgreiche Therapie ermöglicht. Die individuelle Therapie mit Auto-Nosoden führt unterstützend zu sehr guten Ergebnissen, wenn eine:

- spezifische und unspezifische Ausleitung von Toxinen und Xenobiotica
- spezifische Ausleitung bei mikrobiellen Infektionen
- Beeinflussung wichtiger Provokationsfaktoren bei entzündlichen Prozessen

das Ziel ist.

Die Therapie soll möglichst individuell und vor allem speziell auf den Patienten ausgerichtet sein. Die Anwendung soll einfach sein, die Belastung für den Patienten, gerade für Kinder, soll möglichst gering ausfallen. Die orale Auto-Nosode D4 ist ein Therapieansatz der diese Anforderungen erfüllt. Die Herstellung in einer D4 (entspr. einer Verdünnung von 1 : 10.000) hat sich als praktikabel erwiesen; die Konzentration reicht für eine immunologische Provokation aus, Überreaktionen treten dagegen selten auf. Die oral einzunehmende Auto-Nosode bietet die Möglichkeit, den Organismus des Patienten nach der oralen Provokation auf schonende Weise erneut mit den immunolgisch reaktiven Teilen der Keime zu konfrontieren unm eine gezielte immunologische Reaktion zu erreichen.

Die orale Gabe der Auto-Nosode - bedingt durch ihre Applikationsform - stellt eine effektive Alternative zur klassischen Injektionsform dar, weil sie das darmassoziierte Immunsystem (GALT) direkt beeinflußt, und über das enterale Nervensystem (ENS) Einfluß auf andere Zielorgane und -systeme nehmen kann, z.B. auf das bronchialassozierte lymphatische Gewebe, oder auf den Uro-Genital-Trakt. Die letztere Möglichkeit erweitert das Anwendungsspektrum der Auto-Nosode D4 auf klassische Therapieschemata der urologischen Praxis.
Oftmals ist eine bakterielle Belastung mit einer Mykose und/oder Dysbiose verbunden. Beim Einsatz der Auto-Nosode D4 wird dieser Faktor berücksichtigt. Eventuell vorhandene Myko- oder Bakterientoxine werden durch die orale Gabe der Auto-Nosode ausgeleitet. Im Zusammenhang mit einer symbioselenkenden Therapie wird somit die Wiederherstellung des physiologischen Gleichgewichtes der relevanten Schleimhäute unterstützt.


Die Herstellung der Auto-Nosoden erfolgt bei Mentop Pharma nach anerkannten pharmazeutischen Regeln - gemäß einer Herstellungserlaubnis nach §13 AMG (Arzneimittelgesetz) - unter Laminar-Air-Flow Bänken, so daß eine gleichbleibend hohe Qualität und vor allem Produktsicherheit stets gewährleistet ist. Es werden pro Patient 5 Fläschchen mit jeweils 10ml D4 angefertigt (Kosten z. Zt. € 52,55 / Auslieferung erfolgt ausschließlich über Apotheken). Bei Anwendung des vorgeschlagenen Dosierungsschemas ist eine Therapiedauer von ca. 6 Wochen vorgesehen. Durch die Gabe einer Erhaltungsdosis kann die Behandlung jedoch über einen längeren Zeitraum fortgeführt werden.


Dosierungsschema:

1. Woche 1 x   5 Tropfen pro Tag
2. Woche 2 x   5 Tropfen pro Tag
3. Woche 3 x   5 Tropfen pro Tag
4. Woche 2 x 10 Tropfen pro Tag
5. Woche 3 x 10 Tropfen pro Tag
6. Woche 3 x 15 Tropfen pro Tag

Erhaltungsdosis: 1 x 5 Tropfen pro Tag ,oder 2 x 15 Tropfen pro Woche über einen längeren Zeitraum.
Danach ggf. neue Auto-Nosode.
Für eine individuelle Beratung der Praxis stehen wir selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.

Ihr Mentop Team

 
Mentop Pharma e.K.
Georg-Ohm-Str. 6 / 11
24837 Schleswig
T 04621-9596-0
F 04621-9596-20