

Schimmelpilze / Mykotoxine
Schimmelpilze bilden wie Dermatophyten immer Luftmycel; sie wachsen schnell und üppig, auch bei Zimmertemperatur benötigen sie selten einmal Wochen. Sie sind besonders an ihren auffälligen Farben zu erkennen: dem Grün von Penicillium glaucum, dem Braun von Scopulariopsis brevicaulis, dem Schwarz von Aspergillus niger. Für die Humanmedizin sind folgende Schimmelpilzgattungen von Bedeutung:
Aspergillus, Cephalosporium, Cercospora, Chrysosporium, Cladosporium, Fusarium, Helminthosporium, Leptosphaeria, Madurella, Monosporium, Penicillium, Peyronellaea, Phialophora, Pedraia hortae, Scopulariopsis, Verticillium, Zygomycetes.
Schimmelpilztoxine
Eine Reihe von Schimmelpilzen sind auch als Mykotoxinbildner bekannt.
Mykotoxine bzw. Pilzgifte, sind Substanzen, die von den verschiedensten Pilzarten (vorwiegend Schimmelpilzen) in deren Stoffwechsel gebildet werden. Die sogenannten Aflatoxine, die wir häufig in Nahrungsmitteln nachweisen können, gehören zu den gefährlichsten Giften der Natur. Sie können Leberkrebs verursachen. Aufgrund der unübersehbaren Vielzahl von Lebensmitteln und anderen Industrieprodukten, die mit Hilfe von Schimmelpilzenzymen hergestellt werden, kommt es zu einer erheblichen Belastung des menschlichen Organismus, die bisher völlig falsch eingeschätzt wurde. Aus diesem Grund hat die WHO eine Expertenkommission unter Leitung von Prof. Antonio V. Costantini gebildet, deren bisherige Erkenntnisse Erschreckendes zu Tage brachten.
In der Tiermedizin ist die Bedeutung über die tödliche Gefahr von Mykotoxinen längst bekannt. Massensterben von Gefügel, welches mit mykotoxinhaltigem Futter und Getreide ernährt wurde, aber auch Gelenkentzündungen bei Pferden durch verschimmeltes Stroh sind keine Seltenheit. Die Erforschung von Auswirkungen auf den Menschen ist bisher sträflich vernachlässigt worden. Statt dessen bringt man für die Lebensmittelinsustrie tonnenweise Schimmelpilzenzyme in den Verkehr, ohne das geringste über die Auswirkungen auf den Menschen zu wissen.
Insgesamt mehren sich die Hinweise, daß Schimmelpilze in zunehmendem Umfang auch an der Entstehung von klassischen Zivilisationskrankheiten des Menschen ursächlich beteiligt sind. So kann die Entstehung von Arteriosklerose und Diabetes mellitus im Tierversuch durch Zufütterung von Bier- und Bäckerhefe provoziert werden. Es konnte nachgewiesen werden, daß beim Abbau der von Hefen gebildeteHarnsäure im Organismus größere Mengen von Alloxan - einem Zwischenprodukt - anfallen, das Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört.
Bezüglich der Arteriosklerose durch Fettstoffwechselstörungen vermutet der Kardiologe Costantini, dass der Organismus mittels erhöhten Blutfettwerten, insbesondere duch eine Erhöhung des Cholesterinspiegels, versucht, die großen Mengen von Mykotoxinen zu neutralisieren. Somit wäre die sogenannte Hypercholesterinämie ein gesunder Versuch des Organismus, schädigende Einflüsse zu eliminieren - und kein krankhafter Befund wie bisher angenommen wird. Der Versuch, so Costantini, mittels Pharmaka die Cholesterinwerte zu senken, ist also grundlegend falsch. In der Tat wird heute immer deutlicher, daß ein gewaltsam gesenkter Cholesterinspiegel äußerst gefährliche Komplikationen nach sich ziehen kann. Auch andere Wissenschaftler sind - unabhängig von einer Mykotoxinhypothese - zu dem Schluß gekommen, daß sich das Blutfettdogma als einer der größten Irrtümer in der Medizingeschichte herausstellen könnte.
Die unterschiedlichen Pilzspezies produzieren viele verschiedene Toxine. Die Auswirkungen sind vielfältig und gravierend. Sie wirken toxisch (giftig) auf:
- die Leber
- die Nieren
- das Knochenmark
- das Nervensytem
- verursachen Mißbildungen und können
- krebsauslösend sein
Es wurden bisher ca 120 socher Toxine untersucht. Wie bereits dargestellt kommt es häufig über einen mittelbaren Weg zur Aufnahme solcher Substanzen (Milche, Eier, Innereien ((Leber)), Fleisch). Da Mykotoxine thermostabil sind, werden sie durch die übliche Erhitzung nicht zerstört.
Auf einem Workshop der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft in Braunschweig berichteten Wissenschaftler 1995, daß importierter Mais und Röstkaffee bedenklich mit Mykotoxinen belastet sind. Insbesondere in Maismehl und Maisgries stießen die Forscher auf beträchtliche Mengen des Pilzgiftes "Fumosin", das unter Verdacht steht Speiseröhrenkrebs, Lungenödeme und Lungentumore auszulösen.
Am höchsten belastet war die Importware aus einem südeuropäischen Land. Dabei wurden Spitzenwerte von 16 000 Mikrogramm Pilzgift je Kilogramm Nahrung gemessen. Zu hohe Konzentrationen waren auch in den Produkten aus Argentinien. Der Höchstwert lag hier bei 4 300 Mikrogramm. Eine akute Gesundheitsgefährdung besteht nach Meinung der Experten nicht, dennoch sei die Einführung einer Höchstmengenverordnung erforderlich. In der Schweiz besteht bereits ein vorläufiger Toleranzwert von 1000 Mikrogramm je Kilogramm Nahrung. Experten gehen davon aus, daß hierzulande etwa zehn Prozent der Ware aus dem Handel genommen werden müßten.
Cornflakes, Popcorn und Snacks waren nur gering kontaminiert. Allerdings wird immer häufiger festgestellt, daß sich die Toxine durch die Lebensmittelverarbeitung regelrecht maskieren und deshalb durch das Netz der Analytik rutschen. So ist es auch bei Röstkaffee: Anders als oft angenommen, überstehen Schimmelpilzgifte den Röstvorgang von Kaffeebohnen völlig unbeschadet und gelangen praktisch vollständig auch in den aufgebrühten Kaffee. Die Analysen verschiedener Deutscher und Schweizer Institute zeigen, daß einige Handelssorten deutlich über dem vorgesehenen Grenzwert liegen.
Gefahndet wurde hier nach dem Mykotoxin "Ochratoxin A". Noch gibt es für dieses Pilzgift keinen Grenzwert in Lebensmitteln. Doch nach Angaben des Gesundheitsministeriums wird Ende nächsten Jahres eine gesetzliche Regelung innerhalb der Europäischen Union erwartet. In der Schweiz und in Holland besteht bereits ein Höchstwert von drei Mikrogramm Ochratoxin A je Kilogramm Nahrung.
Die Schimmelpilze, von denen Ochratoxin A gebildet wird, sind in unseren Regionen weit verbreitet. Gefährdet sind auch Getreide, Getreideprodukte sowie Futtermittel. Daher ist Ochratoxin A mitunter in Bier und Brot nachweisbar. Aber die Futtermittel gelangen Mykotoxine auch in Lebensmittel tiereischer Herkunft. Auch in Muttermilch konnten bereits Toxine nachgewiesen werden. Es kann mehr als 80 Stunden dauern, bis das Toxin im menschlichen Körper zur Hälfte abgebaut ist. Das heißt, daß sich Gift bei regelmäßiger Aufnahme immer mehr anreichert.
Aspergillus fumigatus ist der wichtigste Erreger von Mykosen unter den Schimmelpilzen. Andere Arten derselben Gattung (Aspergillus niger, Aspergillus flavus, Aspergillus nidulans) werden viel seltener angetroffen.
Aspergillen sind opportunistische Erreger von Lungenmykosen. Das Angehen einer Aspergillose wird zum Beispiel begünstigt durch eine alte Lungentuberkulose, durch langfristige Kortisontherapie und Alkoholismus. Bei sehr abwehrgeschwächten Patienten kann es auf dem Blutweg zur Streuung kommen; etwa ein Viertel der tiefen Mykosen von aplastischen Leukämiepatiententen sind disseminierte Aspergillosen. Das bevorzugte Ansiedelungsorgan der Lungenaspergillose ist das zentrale Nervensystem.
Aspergillen wie auch andere Schimmelpilze neigen zum Einbruch in Arterien, was Massenblutungen oder Embolien zur Folge hat. Bei invasiver Aspergillose aus infizierten Nasennebenhöhlen kann es zur indirekten Beteiligung des Auges mit Stauungszeichen kommen.
Aspergillen sind anspruchslos, sie wachsen unter aeroben Bedingungen bei bis zu 50°C auf fast allen festen Nährböden. Die sehr resistenten Konidien des ubiquitären Pilzes werden mit der Luft verschleppt und eingeatmet und stellen somit das infektiöse Agens dar. Bei verstärkter Staubentwicklung werden gehäuft Infektionen beobachtet. Beim Nachweis von Aspergillen aus menschlichem Untersuchungsmaterial kann es sich deshalb auch um eine Verunreinigung handeln. Trotzdem ist jedem Aspergillusisolat nachzugehen.
Es gibt in seltenen Fällen auch die gastrointestinale Aspergillose. Sie wird seit etwa 50 Jahren in der Literatur erwähnt. Zahlenmäßig ist sie selten und tritt im Vergleich zur bronchopulmonalen Aspergillose weit an Bedeutung zurück.
Nach den Einzelberichten liegen dabei herdförmig nekrotisierende eitrige oder granulierende
Entzündungen mit der Neigung zu tiefreichender Ulzeration vor. Es wäre jedoch unangebracht, bei jeder Entwicklung von Aspergillus in Stuhlausstrichen das Vorliegen einer derart schweren Krankheit zu vermuten. Auch bei sorgfältiger Laborarbeit ist eine Kontamination des Untersuchungsmaterials mit den ubiquitär vorhandenen Aspergillussporen nicht völlig auszuschließen. Stuhlproben von Patienten mit Verdauungs- oder Stoffwechselstörungen enthalten in schlecht abgebauten Partikeln oft reichlich Nährstoffe für Schimmelpilze, die sich dann erst im Plattenausstrich zeigen, besonder bei verzögerter Verarbeitung, z. B. nach Einsendung.
Läßt sich dagegen bei einer zweiten oder dritten Wiederholung die gleiche Aspergillusart nachweisen, so gilt in diesem Falle (und nur hier!) die Empfehlung von Rieth, eine Darmsanierung mit nicht resorbierbaren Antimykotika durchzuführen. Mittel der Wahl ist Amphotericin B, das praktisch nicht resorbiert wird und sich daher ideal zur oralen topischen Therapie bei einem Pilzbefall des Intestinaltraktes eignet.
Allergien durch Schimmel- und Hefepilze
So wie eine drastische Zunahme der Pollenallergien zu verzeichnen ist (zwischen 1926 und 1986 eine Steigerung um 1200%!), so registrieren wir auch eine akute Zunahme der Schimmelpilzallergien. Ähnlich wie bei den Pollen, gehören Schimmelpilze und deren Sporen eigentlich zu unserer natürlichen Umgebung. Doch es hat sich hier einiges verändert. Gerade bezüglich Schimmelpilzen hat sich der natürliche Kontakt, dem wir über Jahrmillionen ausgesetzt waren, drastisch gewandelt. In der Natur verbreiten sich die Pilze und deren Sporen saisonal, ähnlich wie die Pollen. Andere leben dauerhaft auf Gräsern oder Getreiden, in feuchten Arealen, wie z. B. im Wald (hierdurch kann der typische Waldgeruch entstehen), aber auch in feuchten Wohnungen.
Die Vermehrung der Pilze hängt auch vom Klima und dem Wetter ab. So kennen wir Spezies, die sich vorwiegend bei schlechtem, feuchtem Wetter optimal vermehren (z. B. im Herbst bei Nebel und hoher Feuchtigkeit) oder aber bei schönem Wetter besonders gute Lebensbedingungen finden. Schimmel kann an und auf fast allem Erdenklichen wachsen. Es gibt kaum ein Substrat, auf dem keine Schimmelpilze gedeihen können.
Schimmelpilze können
- Allergien
- Infektionen
- Vergiftungen hervorrufen.
Gerade die Schimmelpilzgifte können zu akuten, tödlichen Erkrankungen führen. Aber auch Infektionen mit Schimmelpilzen sind äußerst gefährlich. In der Regel handelt es sich um Infektionen der Atemwege (Nasennebenhöhlen, Bronchien).
Ein wesentliches Problem stellt das Schimmelpilzproblem in Wohnungen dar. Durch die zunehmend perfekte Isolierung der Wohnräume kommt es zu einem Anstieg der Luftfeuchtigkeit und zu einem mangelndem Luftaustausch, wodurch das Pilzwachstum erheblich begünstigt wird. Besonders intensiv finden wir diese Probleme in der Heizperiode. Es gibt Pilzarten, die sich besonders gut im Bereich von Kältebrücken (meist Außenwände) bilden. Andere sind bevorzugt im Bad (schwarze Fugen) zu finden.
Schimmelpilzallergiker sollten keine Handtücher im Badezimmer lagern. Durch die ständig oder zumindest häufig erhöhte Luftfeuchtigkeit bilden sich sehr schnell Pilze im Stoff. Klimaanlagen können ganz extrem zur Verbreitung von Schimmelpilzsporen beitragen. Die Filter der Anlagen sind nicht selten schlecht gewartet und werden so rasch von Pilzen durchwachsen. In einer Frankfurter Klinik sind auf diesem Weg mehrere Menschen auf der Intensivstation ums Leben gekommen. Die abwehrgeschwächten Patienten erlagen Lungeninfektionen, die durch die Pilze hervorgerufen worden waren.
Die wichtigste Maßnahme zu Verhinderung von Pilzen in der Wohnung ist as richtige Lüften (ausreichend lang und großzügig, auch im Winter), die richtige Raumtemperatur (19 - 21°C) und die richtige Luftfeuchtigkeit (im Winter nicht über 50%).
Sind Wände von Schimmelpilzen befallen, muß dringend gründlich saniert werden! Besondere Vorsicht ist geboten, wenn frisch gestrichene Wände noch nicht richtig abgetrocknet sind. Werden nun Möbelstücke zu früh an die Wand gerückt, kann durch den mangelnden Luftaustausch ein optimales Milieu für Schimmel entstehen.
Seitdem Küchen- und Gartenabfälle in sogenannten Biomülltonnen gesammelt werden, gibt es eine neue Gefahrenquelle. Innerhalb kurzer Zeit bilden sich in den Sammelbehältern neben vielfältigen Bakterienkulturen auch massenweise Schimmelpilze. Bei jedem Öffnen und Schließen der Tonne wird der Betroffene nun massiv mit Sporen konfrontiert. Allergische Reaktionen oder Infektionen der Atemwege können die Folge sein.
Ein weiterer Faktor sind die Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie. Pilze bilden Enzyme, die zur Herstellung der verschiedensten Produkte gebraucht werden. Schätzungen zufolge werden bei uns jährlich 1000 Tonnen Schimmelpilzenzyme verarbeitet. Das ist ein enormes allergenes Potential. Auch hier gilt wieder, daß der der an sich natürliche Kontakt mit Schimmel so extrem intensiviert wird, daß es zu immunologischen Reaktionen zu kommen scheint. Die Getränke- und Lebensmittelindustrie benutzt z. B. Schimmelpilzenzyme, um Obst und Gemüse zu "schälen". Ebenfalls dienen diese Enzyme der Verflüssigung verschiedenster Rohstoffe (z. B. wird Stärke zu Sirup umgewandelt). Aber auch alkoholische Getränke, Süßspeisen, Konfitüren, verschiedene Milcherzeugnisse, die meisten Käse und auch Würste werden mittels dieser Pilzenzyme hergestellt. Für viele Betroffene ist die fehlende Kennzeichnung der so hergestellten Produkte äußerst problematisch. Bei Obst mit Faustellen sind in der Regel die Schimmelpilze überall im Fruchtfleisch verteilt. Obst mit Faulstellen sollte prinzipiell nicht mehr verzehrt werden. Das gleiche gilt natürlich für andere Lebensmittel wie Marmelade, Brot oder Käse.
Auch die Pharmaindustrie setzt zunehmend Schimmelpilze und deren Enzyme ein. Viele Enzym- und Vitaminpräparate enthalten diese Substanzen.
Der Hefepilz Candida albicans gilt zunehmend als allergieauslösender Faktor. Da verstärkt Schleimhautmykosen durch Candida verursacht werden, steigt auch die Gefahr einer Allergisierung durch den Hefepilz. Ein belastender Faktor ist die Tatsache, daß nachdem eine Sensibilisierung gegen die Hefe stattgefunden hat, eine Dauerprovokation durch die permanente Anwesenheit sattfindet. In der Praxis findet man zunehmend solchermaßen Allergien, die sehr oft auf eine Pilzinfektion der Nasenschleimhäute zurückzuführen sind und sich unter anderem in Form einer chronischen Rhinitis zeigen.
Symptome
Hefe- und Schimmelpilzallergien können ganz ähnliche Symptome wie der allseits bekannte Heuschnupfen hervorrufen. Durch die Inhalation von Schimmelpilzsporen kann es auch zu massiven bronchialen und alveolären Reaktionen kommen und hier Symptome ähnlich einer Lungenentzündung sowie asthmatische Beschwerden hervorrufen. Darüber hinaus kann natürlich auch das gesamte Spektrum an unklaren Symptomen auftreten, wie wir es aus den anderen allergischen Reaktionen kennen:
Müdigkeit, Kopfschmerzen, Depressionen, Abelkeit, Herzrasen, Husten, Schnupfen, Augenbrennen, Unruhe, unklare Bauchsymptome, Ekzeme, Migräne, Juckreiz, usw.
Asthma und Schimmelpilze
Schimmelpilzinfektionen und -allergien sind stark auf dem Vormarsch. Dabei spielt der Schimmelpilz Aspergillus niger eine besondere Rolle.
A. niger kann für die Entwicklung des Asthmas eine ursächliche Rolle spielen. Diesen Pilztyp finden wir häufig in Verbindung mit Wohnungsschimmel (feuchte Wände). Auch die Biomülltonnen bergen eine nicht unerhebliche Gefahr bezüglich einer sehr hohen Kontamination mit Schimmel. Biomüll stellt ein bisher noch deutlich unterschätztes Risiko dar! Höchste Konzentrationen von Bakterien- und Schimmelpilzsporen wirbeln beim Hantieren mit der Biotone durch die Luft.
Raumluftfallen
Eine orientierende Untersuchung zur Belastung der Luft mit Schimmelpilzsporen ist die sogenannte Raumluftfalle oder Sporenfalle. In dem zu untersuchenden Raum sollten mindestens 2 Stunden Türen und Fenster geschlossen gewesen sein, um eine Nährbodenkontamination durch Außenluft zu verhindern.
Hierzu wird ein geöffneter Nährboden 1 Stunde dort in der Wohnung aufgestellt, wo man die Hauptbelastung des Pilzbefalls vermutet, nicht jedoch auf der Fensterbank oder zwischen Blumentöpfen. Während der Aufstellzeit der Sporenfalle sollte der Raum nicht betreten werden. Der Deckel der Sporenfalle liegt während dieser Zeit mit der Öffnung nach unten neben dem Nährboden.
Dann wird die Sporenfalle geschlossen und vor Bruch gesichert ins Labor zur weiteren Bearbeitung geschickt. Auf den Boden gefallene Sporen keimen dann aus und erzeugen typische Pilzkolonien, die dann makroskopisch und mikroskopisch beurteilt werden.