

Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten in Deutschland mit ca. 40.000 Neuerkrankungen jährlich. Zu fette Ernährung und schlackenarme Kost erhöhen das Risiko, diese heimtückische Erkrankung zu bekommen. Die Ernährung bedingt eine erhöhte Verweildauer des Stuhles im Darm bis hin zur Obstipation. Dadurch reichern sich schädliche Stoffe im Darm an und fördern die Krebsentstehung. Ebenso kann eine genetische Veranlagung innerhalb der Familien das Risiko erhöhen, Darmkrebs zu bekommen.
Steigende Mortalitätsraten des kolorektalen Karzinoms erfordern wirkungsvollere Screening-Maßnahmen. Immunologische Stuhltests auf humanes Hämoglobin weisen gegen über chemischen üblichen Guajak-Tests (3 Testbriefchen bei der Vorsorge) eine höhere Sensitivität auf. Außerdem sind keine Diäten vor der Testdurchführung nötig.
Durch blutende Polypen und Karzinome gelangt Hämoglobin in den Stuhl. Normalerweise wird dieses an Haptoglobin, ein Serumprotein gebunden. Hierbei handelt es sich um eine Schutzmaßnahme des Körpers, damit bei intravasaler Hämolyse keine Verstopfungen der Nierentubuli eintreten.
Neueste Untersuchungsergebnisse zeigen, daß Hämoglobin in der Bindung an Haptoglobin bei Blutungen im Darm weniger rasch abgebaut wird. Damit eröffnet sich auch die Möglichkeit, auch auf rechtsseitige Darmkrebse und Polypen aufmerksam zu machen (Colon ascendens und Coecum).
Die Sensitivität (bei einer Spezifität von 95% gegenüber Gesunden) beträgt 77 % für Karzinome und 80 % für große Adenome. Der Test erkennt eine höhere Anzahl von fortgeschrittenen Polypen des Kolorektums als die reine Untersuchung auf Hämoglobin.
Da der Darmkrebs in den allermeisten Fällen aus gutartigen Vorstufen, den Polypen entsteht, und diese über viele Jahre wachsen, gelingt durch den Test eine frühzeitige Erkennung, meistens schon der größeren Polypen. Sollte bei der Untersuchung Blut im Stuhl nachgewiesen werden, kann durch eine Darmspiegelung der Polyp in den meisten Fällen entfernt werden und dadurch eine Heilung erfolgen.
Früh erkannt ist der Darmkrebs in den meisten Fällen heilbar! Nur zu spät erkannte Darmkrebse enden tödlich.
Der Test empfiehlt sich bei allen Personen über 45 Jahren zur Früherkennung und zum Nachweis von Blutungsquellen im unteren Gastrointestinaltrakt. Ebenfalls untersuchen lassen sollen sich Personen, in deren Familie bei Geschwistern oder Eltern Darmkrebs gefunden worden ist.
Die Kosten für den Test betragen 14,57 EUR.