Test für exokrine Pankreasinsuffizienz:

Die pankreatische Elastase 1 im Stuhl

In nicht seltenen Fällen zeigt sich in der täglichen Praxis, daß bei Störungen im intestinalen Bereich insbesondere im abdominalen Bereich mit Symptomen wie wechselnden Stuhlqualitäten, Blähungen, analer Juckreiz, Blähungskoliken, oft nur monoman an mikrobiologische Störungen, hier insbesondere intestinale Hefebesiedelung gedacht wird.

Wenngleich dies in vielen Fällen auch zutrifft und entsprechende therapeutische Maßnahmen oft zum Erfolg führen, wobei eine mikrobiologische und mykologische Therapie nicht nur in der Gabe von Arzneimittelspezialitäten besteht, sondern auch durchaus in therapeutischen Maßnahmen, wie Säure-Basen-Regulierung, Toxinfreisetzung und entsprechender humoralpathologischer Ausleitungsmethoden, muß darauf hingewiesen werden, daß oft auch eine Pankreasinsuffizienz Verursacher für die oben genannten Symptome sein kann.

Das Pankreas ist ein Organ, das zur Selbstzerstörung tendiert. Eine der vielfältigen Ursachen ist die enge Nachbarschaft zu den Gallenwegen. Symptome wie Oberbauchschmerzen, Gewichtsverlust, Nahrungsunverträglichkeiten, die dann oft fälschlicherweise als Allergien diagnostiziert werden, und Diarrhöe sind typisch. Es ist daher nicht überraschend, daß gerade die chronische Pankreatitis jahrelang nicht erkannt wird.

Seit einiger Zeit gibt es nun einen neuen, nicht-invasiven Pankreasfunktionstest, der auf dem immunologischen Nachweis der pankreatischen Elastase-1 im Stuhl basiert.
Die Konzentration der Elastase im Stuhl spiegelt die exokrine Pankreasfunktion wider. Eine einzige erbsgroße Stuhlprobe genügt, um diese Bestimmung zu machen. Es sind weder ein Sammelstuhl noch die Untersuchung von mehreren Stühlen notwendig.
Eine hohe Sensitivität und Spezifität, sowie eine geringe intraindividuelle Variation von Tag zu Tag machen die Bestimmung der Elastase im Stuhl zu einem leistungsfähigen Pankreasfunktionstest für die Routine. Die Elastase ist sehr stabil und so ist ein problemloser Postversand zur Untersuchung möglich.

Außerdem wird das Testergebnis nicht durch eine Substitutionstherapie beeinflußt. Somit ist es unnötig für die Evaluation des weiteren Verlaufes einer exokrinen Pankreasinsuffizienz im Rahmen einer progredienten chronischen Pankreatitis, die notwendige Substitutionstherapie mit Pankreasenzymen vorher abzusetzen, wie es für  alle anderen indirekten Pankreasfunktionstests obligatorisch ist.
 
Die Referenzkonzentration liegt für Erwachsene und Kinder ab dem ersten Lebensmonat bei über 200 µg/g Stuhl.

Der Test kostet 27,98 €.