Prävention und Diagnostik umweltbedingter Erkrankungen in der Gastroenterologie


Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung- bei Männern wie bei Frauen. Allerdings entstehen Beschwerden oft erst wenn der Krebs größer geworden ist. Ursachen können u. a.  entzündliche Darmerkrankungen, eine familiäre Disposition oder die Ernährungsgewohnheiten sein. Ab dem 40igsten Lebensjahr verdoppelt sich das Erkrankungsrisiko alle 10 Jahre. Aus diesem Grunde ist es besonders wichtig, sich regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen zu unterziehen, denn frühzeitig erkannter Darmkrebs ist in vielen Fällen heilbar.
Nach dem derzeitigen Wissenstand ist die Ernährung neben dem Rauchen die wesentlichste Ursache aller Malignome (nicht nur auf den Gastrointestinaltrakt bezogen). Allen anderen Umweltfaktoren und der sog. Umweltverschmutzung kommt im Vergleich nur eine geringe Bedeutung zu. Der wichtigste, Erkrankungen der Intestinalorgane begünstigende Umweltfaktor, ist die Fehlernährung. Das gilt insbesondere für die Entstehung maligner Tumoren.
Aus der Gruppe der Schadstoffe begünstigen die beim Erhitzen proteinreicher Lebensmittel entstehenden Pyrolyseprodukte und die bei Pilzkontaminationen entstehenden Mykotoxine die Bildung maligner Tumoren bzw. von Leberschäden.
Eine Reihe epidemiologischer Studien sprechen dafür, dass heterozyklische Amine aus stark durchgebratenem Fleisch und Fisch das Risiko kolorektaler Adenome und Karzinome erhöhen.


Steigende Mortalitätsraten erfordern wirkungsvollere Screening-Maßnahmen, denn frühzeitig erkannte Darmkrebse sind in den meisten Fällen heilbar.